Das THW ist auf dem Weg

THW-Blau soweit das Auge reicht... (Foto: THW Freising)
THW-Blau soweit das Auge reicht... (Foto: THW Freising)
THW-Blau soweit das Auge reicht... (Foto: THW Freising)
THW-Blau soweit das Auge reicht... (Foto: THW Freising)
THW-Blau soweit das Auge reicht... (Foto: THW Freising)

Brückenbau-Spezialisten des THW Freising sind derzeit mit 30 ehrenamtlichen Einsatzkräften in Prevalje in Slowenien im Einsatz, der ersten von zwei geplanten Einsatzstellen für den Bau einer etwa 30 Meter langen Behelfsbrücke. Mehr als 20 ehrenamtliche Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, den personal- und vor allem materialintensiven Einsatz vorzubereiten.

Wie der Ortsbeauftragte des THW Freising, Michael Wüst erklärt, war zunächst eine Gruppe damit beschäftigt, die Holzbohlen für den Fahrbahnbelag herzustellen. Das Holz muss auf richtige Länge gebracht, die Ausklinkungen auf beiden Seiten für die Halterungen der Brücke passgenau ausgesägt werden. Für beide Brücken werden allein 370 über drei Meter lange Holzbalken benötigt - bei weitem aber nicht alles an Holz, das gebraucht wird.

Parallel wurden auf dem Übungsgelände die eigentlichen Brückenteile auf sechs Kipper-Tieflader-Gespanne anderer Ortsverbände verladen. „Für die Brücke in der berechneten Bauweise, die später zwischen 50 und 60 Tonnen wiegen wird, müssen wir ein Transportgewicht von 70 bis 80 Tonnen verladen”, erläutert der Fachhelfer der Brückenbaugruppe Andreas Peter. „Für die sogenannte Vorschubmontage müssen wir einen Vorbauschnabel, der aus zusätzlichen Brückenteilen hergestellt werden muss, mitführen. Und natürlich jede Menge Montagematerial wie große Schrauben, Unterlegplatten, Bolzen und vieles mehr.

Alle logistischen und einsatzplanerischen Fäden laufen beim Ortsverband Freising bei Marco Eisenmann, dem Zugführer des Technischen Zugs und seinem Zugtrupp zusammen. „Wir planen die Verlastung der Ausstattung für den Einsatz, kümmern uns um Beschaffungen, halten den Kontakt zum Vorauskommando vor Ort oder kümmern uns um die zeitlich gestaffelte Zuführung der anderen Ortsverbände für das Beladen. Aber auch die Meldung der ausrückenden Einsatzkräfte mit notwendigen Informationen an die THW-Leitung, Lagemeldungen und vieles mehr gehört dazu”, so Eisenmann weiter.

Eine besondere Herausforderung für die Freisinger Kräfte stellt natürlich die Lage vor Ort dar. Vergleichbar mit dem Ahrtal, jedoch in der Fläche deutlich größer, sind die Einsatzbedingungen dort sehr herausfordernd. So mussten die Transportgespanne bereits in Freising in der Reihenfolge, wie sie am Einsatzort abgeladen werden müssen, beladen werden, um Platz zu sparen. Auch muss der Bau vor Ort vollständig autark erfolgen, um den seit Beginn des Unwetters im Dauereinsatz stehenden Einsatzkräften nicht zusätzliche Arbeit zu machen.

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