Veröffentlicht am 02.02.2026 16:37

Technologiesprünge möglich machen

Der Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (links), eröffnete mit Ministerpräsident Markus Söder das Innovationszentrum. (Foto: Dirk Bannert)
Der Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (links), eröffnete mit Ministerpräsident Markus Söder das Innovationszentrum. (Foto: Dirk Bannert)
Der Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (links), eröffnete mit Ministerpräsident Markus Söder das Innovationszentrum. (Foto: Dirk Bannert)
Der Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (links), eröffnete mit Ministerpräsident Markus Söder das Innovationszentrum. (Foto: Dirk Bannert)
Der Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (links), eröffnete mit Ministerpräsident Markus Söder das Innovationszentrum. (Foto: Dirk Bannert)

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat das Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw) am Standort Erding zusammen mit Ministerpräsident Markus Söder eröffnet. Dabei wurden ausgewählte Technologien präsentiert: die Vernetzung unbemannter Systeme, Sensortechnologien und die Drohnenabwehr. Zudem wurde ein Drohnenschwarm vorgestellt. Vor knapp einem Jahr hat der Minister auf der Münchner Sicherheitskonferenz betont, worauf es ankommt: Neueste Entwicklungen und Innovationen müssen der Bundeswehr schnell zur Verfügung stehen.

Geschwindigkeit ist, was zählt

„Wir wollen innovative Technologien damit schnell in der Truppe nutzbar machen. Geschwindigkeit ist das, was im Innovationsbereich zählt”, unterstrich Verteidigungsminister Boris Pistorius. Neue und innovative Fähigkeiten der Truppe sollen die Verteidigung stärken. Man sehe jeden Tag in der Ukraine, wie moderne Technologien das heutige Kriegsbild beeinflussen. Innovation könne aber nicht von oben befohlen werden. Sie entstehen, wenn Herausforderungen, kluge Köpfe und modernste Technologien ganz nah zusammenkommen. Dafür müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. „Es ist Zeit für weniger Versprechungen und mehr Taten,“ unterstrich Minister Pistorius damals. Die Eröffnung des InnoZBw am Montag setze genau dies um – weniger als ein Jahr nach der Ankündigung. Das neue Zentrum sei „ein notwendiger erster Schritt auf einem neuen Weg.”

Einsatzbereite und hochmoderne Streitkräfte

Am InnoZBw werden Forschung, Innovation und militärische Praxis zusammenwachsen. Truppe, Start-Ups, Industrie und Forschende werden miteinander an Lösungen für einsatzbereite und hochmodern ausgestattete Streitkräfte arbeiten. Dabei wird auch das Ziel verfolgt, innovative Produkte schnell den Soldatinnen und Soldaten in der benötigten Anzahl zur Verfügung zu stellen. Das bestehende und bereits erfolgreich arbeitende „Innovationslabor System Soldat“ in Erding wird dafür der Nukleus sein.
„Der Standort Erding in Bayern bietet durch die Nähe zum Innovationsumfeld der Metropolregion München, mit Start-Up-Szene, Industrie und Universitäten, ideale Bedingungen”, freute sich der Bundesverteidgungsminister. „Außerdem möchte die bayerische Landesregierung mit der Initiative für einen Innovationscampus Defence Lab Erding die Ansiedlung ziviler Forschung, Unternehmen und Start-Ups auf dem ehemaligen Fliegerhorst Erding fördern.

Zivile und militärische Welt vernetzen

Der neue Leiter des Innovationszentrums, Flottillenadmiral Christian Bock, soll mit seinem Team die Innovationskraft aus der zivilen und militärischen Welt zusammenbringen, schneller vernetzen, Chancen erkennen und Technologiesprünge möglich machen. Admiral Bock war vorher als Unterabteilungsleiter im BMVg Bundesministerium der Verteidigung auch zuständig für das Themenfeld Drohnen. Er wird seine Expertise mit hochmodernen Waffensystemen, kurzen Innovationszyklen und schnellen Beschaffungsprozessen einbringen können.

„Es ist der Schlüssel zum Erfolg!”

Für Bundesminister Boris Pistorius ist die Entwicklung neuer Technologien überlebenswichtig:
„Technologische Sprünge können das ganze Schachfeld drehen und kurzerhand einen harmlosen Bauern zur gefährlichen Dame werden lassen. Solche Sprünge kommen häufiger und sie wirken schneller. Die aktuellen Konflikte auf der Welt verstärken diesen Effekt.
Es zählt, dass wir technologisch Schritt halten, flexibler werden und deutlich über den eigenen Tellerrand hinausschauen. innovation gehört zum Kern glaubwürdiger Abschreckung. Wenn wir diese Fähigkeit erhalten wollen, ist auch entscheidend, wie schnell neue Technologien in der Truppe ankommen. Innovation ist - und es war lange ein Versäumnis, dass dies nicht so war - für die Bundeswehr kein 'nice to have', sondern der Schlüssel zum Erfolg!”

    north