Eine Frau sieht weißblau

Eine Frau zwischen bayerischer Tradition und Münchner Moderne: Claudia Pichler (Foto: Pichler)
Eine Frau zwischen bayerischer Tradition und Münchner Moderne: Claudia Pichler (Foto: Pichler)

Am liebsten hätte Claudia Pichler ihre Ruh, doch das ist nicht leicht: München schwankt zwischen Baustellenlärm, Boazn-Romantik, Demo, Kultur-Happening und Warten auf die depperte S-Bahn. Claudia lässt sich gern provozieren: von Menschen, die Höflichkeit und Zurückhaltung ausnutzen, von Männern, die sie chronisch unter- und sich selbst pathologisch überschätzen.

Dabei ist die echte Münchnerin seit Geburt zerrissen zwischen bayerischer Tradition und Münchner Moderne. In Aubing zweisprachig aufgewachsen, dahoam Boarisch, outdoor Hochdeutsch. Eine Jugend zwischen Fredl Fesl und den Ärzten, Biermösl Blosn und Backstreet Boys, Dampfnudel und Calippo Cola. Bis heute ist ihr eine veritable Schafkopf-Partie lieber als Tarot-Karten. Ihren bairischen Dialekt liebt sie, aber bei übereifrigen Dialekt-Polizisten stellt sie die Nackenhaare auf. Bevor sie sich über ein „Tschüß“ aufregt, sucht sie lieber nach den schönsten bairischen Komplimenten: geschimpft wird eh genug.

So bahnt sich Claudia ihren Weg, beobachtet, schnappt auf oder manchmal über und macht sich ihren Reim auf ihr bayerisches Universum – humorvoll, charmant und nixscheißert und mit manchem Lied garniert.

Zu hören ist Claudia Pichlers Musiktheater "Eine Frau sieht weiß/blau" am Samstag, 8. Oktober, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), bei der Tutuguri Kultur-Bühne im BachfeldHaus in Attenkirchen. Bei den Tutuguri-Veranstaltungen werden Getränke und kleine Speisen angeboten. Reservierung unter www.tutuguri.de, per E-Mail an info@tutuguri.de oder per Telefon 08168/96282.