Richtfest am Anne-Frank-Gymnasium

„Mög' der Bau nur gute Zeiten sehen, so lang ihm ist vergönnt zu stehen!” - so die guten Wünsche für die Zukunft beim Richtspruch. (Foto: Schleinkofer)
„Mög' der Bau nur gute Zeiten sehen, so lang ihm ist vergönnt zu stehen!” - so die guten Wünsche für die Zukunft beim Richtspruch. (Foto: Schleinkofer)

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Grundsteinlegung wurde vergangene Woche am Anne-Frank-Gymnasium das Richtfest für den Neubau der Dreifachturnhalle gefeiert. Beschlossen wurde der Bau der Halle im Ausschuss für Bauen und Energie Ende 2019, die Baugenehmigung wurde am 2. September 2020 durch die Stadt Erding erteilt.

Die Dreifachturnhalle stellt den ersten von drei Bauabschnitten dar, ein Erweiterungsbau und abschließend Umbauten im Bestand werden folgen.

Bauherr Landrat Martin Bayerstorfer sprach seinen besonderen Dank an die beteiligten Architekten, Ingenieure, Bauleiter, Handwerker und Arbeiter für die zügige Fertigstellung des Rohbaus aus. Auch hob er die Bedeutung des Unterrichtsfachs Sport für Schüler hervor: „Schulsport spielt eine unverzichtbare Rolle bei der körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Er fördert körperliche Fitness und Gesundheit, die Entwicklung sozialer Kompetenzen, psychische Gesundheit und schulische Leistungsfähigkeit.“ Die neue Halle werde zudem auch ein Ort für soziale Interaktionen und Gemeinschaftsgeist.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz betonte in seiner Ansprache, ein Bau wie dieser wirke auch hinaus in die umliegenden Gemeinden, die mit der Kreisumlage ihren Beitrag leisten. Frei nach Humboldt sei eine Bürgerschaft am Wesen ihrer Bildungseinrichungen abzulesen, und damit werde einmal mehr deutlich, dass man sich als stolze Bürgerschaft bezeichnen könne.

Weitere Grußworte sprachen Architekt Wendelin Burkhardt sowie die Schulleiterin des Anne-Frank-Gymnasiums Regine Hofmann.

Besonders ist am Neubau, dessen Dachtragwerk aus Holzleimbindern konstruiert ist, dass auf dem Hallendach ein Allwetttersportplatz errichtet wird. Damit ist ein maximal sparsamer Flächenverbrauch gewährleistet. Auf Nachhaltigkeit und Regionalität wird ebenfalls Wert gelegt. Fassade wie Innenausbau werden hauptsächlich mit dem Werkstoff Holz ausgeführt. Schließlich sorgt der Passivhausstandard für energiearmen Betrieb. Weil die Sporthalle nicht nur dem Schulsport dient, sondern auch Schulveranstaltungen stattfinden werden, wurde auch eine Kühlung projektiert. Dazu wird das anstehende Grundwasser genutzt, was eine sehr hohe Effizienz erwarten lässt.

Von den reinen Baukosten sind bereits ca. 90 Prozent der Bausumme vergeben. Die Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei 18 Millionen Euro, womit trotz der Kriegsfolgekosten der Haushaltsansatz von 17,8 Millionen Euro fast punktgenau eingehalten wird.

north