Stillstand ist des Museums größter Feind, meint Peter Kapustin, der Leiter des Urzeitmuseums in Taufkirchen/Vils. Seitdem vor ziemlich genau einem Jahr die nationale und sogar internationale Presse über den aufsehenerregenden Urelefantenfund aus Weipersdorf (Gemeinde Langenpreising) der beiden Söhne Alexander und Constantin Kapustin berichtet hatte, dreht sich nun im Museum alles um den Sensationsfund - und Stillstand gibt es bei weitem nicht. Aus diesem Grund wurde das fast 20 Jahre alte Logo des Urzeitmuseums etwas modifiziert und „urelefantengerechter” gestaltet.
Dass der Fund für die internationale Wissenschaft etwas ganz Besonderes darstellt, wird auch diese Tage deutlich. Über die nächsten drei Jahre hinweg werden englische Forscherinnen und Forscher der Universität von Portsmouth regelmäßig in Taufkirchen zu Besuch sein, um die Knochen von „Big Alex” und „Little Consti” genauer zu erforschen und am Ende hoffentlich viele neue Erkenntnisse zu den urzeitlichen Giganten gewinnen. Die Universität Portsmouth hat europaweit mit Abstand die höchste Anzahl von Studierenden in der Fachrichtung Paläontologie und war an vielen hochkarätigen Projekten in der Wirbeltierpaläontologie beteiligt.
Peter Kapustin freut sich sehr über die Kooperation, die mit der Universität geschlossen wurde. „Der Kontakt kam durch den international bekannten Paläontologen Dr. Nizar Ibrahim zustande, den ich schon seit einigen Jahren kenne. Er zögerte nicht und stellte das Projekt der Hochschulleitung vor, die selbst ein großes Interesse daran hat, mehr über die relativ unbekannten Deinotherien zu erfahren,” erläutert der Museumsleiter.
In den Osterferien ist das Museum am Attinger Weg 9 täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Auch wird es wieder Aktionen wie kostenlose Kurzführungen geben. Diese werden zeitnah und aktuell unter urzeitmuseum.de zu lesen sein. An Ostersonntag und Ostermontag gibt es für die jungen Besucher eine kleine Überraschung.