Seit Juli 2020 haben von der Corona-Krise betroffene Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen im Landkreis Erding staatliche Zuschüsse von mehr als 144 Millionen Euro erhalten. Die Summe umfasst zwölf Hilfsprogramme, darunter die Überbrückungshilfen I bis IV, Neustarthilfen sowie die November- und Dezemberhilfe. Insgesamt gingen bislang rund 3.600 Anträge aus dem Landkreis ein. Im Freistaat ist die IHK für München und Oberbayern im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig.
Rund 39 Prozent der bewilligten Gelder flossen im Landkreis Erding bislang an Antragsteller aus den sogenannten "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen", zu denen unter anderem Reisebüros, Event- und Messeveranstalter zählen. Mit fast 26 Prozent folgen das regionale Gastgewerbe, das auch die meisten Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt hatte sowie der Handel mit elf Prozent Anteil an den bisher ausgezahlten Hilfsgeldern. "Die wuchtige Summe an ausgezahlten Zuschüssen zeigt, wie stark die heimische Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren Corona-Pandemie gelitten und wie sehr sich der Stillstand im Flugverkehr auf die heimische Wirtschaft ausgewirkt hat", erklärt Otto Heinz, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising und Vizepräsident der IHK. "Die Hilfsprogramme waren wirksam und haben eine breite Insolvenzwelle in der Region verhindert. Jetzt muss die Politik alles daransetzen, die Wirtschaft auf dem Weg zur Normalisierung und bei der Bewältigung der kommenden Herausforderungen vor allem im Bereich Energie- und Rohstoffversorgung zu unterstützen."
Zusätzliche Informationen zu den Corona-Hilfsprogrammen und zur Antragstellung finden sich auch im Internet unter www.ihk-muenchen.de/corona.